'99er TDR Revival

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CaSpec
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Re: '99er TDR Revival

Beitrag von CaSpec »

Ok, dann versuche ich heute einfach nochmal mein Glück.
Handbuch hab ich hier, da heißt es: "[...] Befestigungsmuttern in mehreren Stufen schrittweise über Kreuz anziehen (22 Nm)."

Habe gestern noch die Auflagefläche der Dichtung an Kopf und Zylinder bestmöglich gereinigt.
Kopf
Kopf
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Zylinder
Zylinder
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Hatte beim letzten mal nach dem Warmfahren definitiv nicht nochmal nachgeprüft und meine Schwierigkeiten mit der Mutter vorne zum Rahmen hin, weil dort kein Drehmomentschlüssel mit Stecknuss Platz findet.

Für dieses mal habe ich einen Krähenfußaufsatz besorgt, um sauber an die Mutter zu kommen.
Wichtig :!: Das am Drehmomentschlüüssel eingestellte Drehmoment muss an den durch einen Krähenfußaufsatz veränderten wirksamen Hebelarm angepasst werden. Bei einem exakt um 90° zur Längsachse des Drehmomentschlüssels angesetzten Krähenfuß ist keine Anpassung erforderlich, weil der Krähenfuß den wirksamen Hebelarm nicht verlängert.

Die KI war so freundlich und hat hierzu mal eben schnell eine Grafik erstellt:
KI_Drehmoment_Krähenfuß.png
KI_Drehmoment_Krähenfuß.png (639.32 KiB) 40 mal betrachtet
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schubsi
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Re: '99er TDR Revival

Beitrag von schubsi »

# Krähenfußaufsatz

Ist ja doll, was es heutzutage alles gibt ...

Ich hab eigentlich nur mal den kleinen DM-Schlüssel verwendet, um im Handgelenk ungefähr ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich diese 22nm denn eigentlich anfühlen und mache das seitdem mit der kleinen Knarre, die einen recht kurzen Griff hat, dann kommen die 22nm fast automatisch "aus dem Handgelenk"...

Wenn Dein Zylinder schon mal bearbeitet wurde (geplant?), dann könnte es sein, dass eine dickere Fußdichtung notwendig wird, damit die Verdichtung nicht zu hoch wird. Eine Fußdichtung mit 0,25mm könnte schon zu dünn sein. Auch ein nicht zum Zylinder passender ZyliKopf kann die Ursache sein, es gibt nämlich mehrere Varianten. Leider konnte ich meine Ausarbeitungen bezüglich unterschiedlich großer Kalotten (Brennräume) nicht zu Ende führen, weil mir irgendwann die Zeit ausging. Es gibt in der Tat Köpfe mit großen und kleinen Kalotten, immer abhängig von der verwendeten KW... Man kann sich manchmal mir einer dickeren Fußdichtung behelfen: Standard-Maß ist 0,5 mm, ein 125er Athena neueren Datums benötigt 1,0mm. Es gibt mMn mehrere Ausführungen.

Grundsätzlich funktionieren die Blech-Kopf-Dichtungen einwandfrei und bei deinem Fehlerbild tippe ich ganz stark auf eine zu hohe Verdichtung: Bei mir hatte ich ca. 35 km Spaß (gutes Drehmoment), bis das Kühlwasser wieder kochte und unter Druck geriet... Insofern sei nicht traurig, wenn die neue ZK-Dichtung ebenfalls nur kurz hält!

Nachtrag: Querverweis - Zylinderköpfe im Vergleich (3BN[3MB], 4FU)


LG
-==[Schubsi]==-


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CaSpec
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Re: '99er TDR Revival

Beitrag von CaSpec »

Kopf und Zylinder sollten zueinander passen. Beide sind mit "4FU" gekennzeichnet:
4FU Y-2 Kopf
4FU Y-2 Kopf
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4FU00 Zylinder
4FU00 Zylinder
D34E9F57-AD91-40C7-8FD8-8A82526D5B2F.JPG (274.15 KiB) 28 mal betrachtet
Die Fußdichtung habe ich ebenso wie die Kopfdichtung vor kurzem erst im Rahmen des "Upgrades" auf den Wössner Schmiedekolben (8006DA - sollte auch der passende sein) mit gewechselt. Hab die Fußdichtung damals extra vermessen (=0,5mm).

#Aus(milli)litern
Gratulation Schubsi! =D> Hiermit hast Du wohl einen Volltreffer gelandet.
schubsi hat geschrieben: 11. September 2026, 09:46 [...] bei deinem Fehlerbild tippe ich ganz stark auf eine zu hohe Verdichtung.
Da ich nicht wusste ob Zylinder/ Kopf jemals bearbeitet wurden, hab ich mich an den Versuchsaufbau gewagt und ausgelitert, um eine grobe Idee von der Kompression zu bekommen. Plexiglasscheibe zurecht geschnitten, zwei Löcher rein, Fett auf den Rand und 5ml Spritze aufgezogen.
Auslitern
Auslitern
658CAC9B-5645-4D17-93FC-C31FEC9BBFA0.JPG (160.62 KiB) 28 mal betrachtet
Ich hab nicht schlecht gestaunt, als die zweite 5ml-Ladung schon nur mit sehr viel Gefühl rein ging. Also insgesamt zehn Versuche durchgeführt, die zu folgenden Ergebnissen führten:
  1. 10,9ml
  2. 10,6ml
  3. 11,0ml
  4. 10,8ml
  5. 11,0ml
  6. 10,7ml
  7. 10,6ml
  8. 10,8ml
  9. 11,0ml
  10. 11,0ml
Macht im Mittel 10,84ml bei 0,4ml Spannweite und liegt damit am untersten Ende der von Schubsi verlinkten Tabelle. Entspricht einer Kompression von >12:1. :shock:

Gut, jetzt bin ich mal wieder etwas schlauer als vorher.
Stellt sich nur die Frage: Was nun tun?
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