Danke für die Hinweis und die verlinkten Dichtungen. Eines verstehe ich nur nicht, du schreibst "Wenn gar nix anderes hilft, könnte man es auch mit einer dickeren Kopfdichtung versuchen".
Das Auslitern habe ich ja auf der Werkbank am Kopf gemacht und hierbei festgestellt, dass ich deutlich am unteren Ende liege, was wiederum nahelegt, dass der Kopf wohl mal bearbeitet wurde. Wenn ich jetzt die Kompression entschärfen will, wäre dann nicht der erste Schritt der Versuch mit einer dickeren Kopfdichtung?
Eine dickere Fußdichtung senkt zwar ebenfalls Verdichtung, verschiebt aber gleichzeitig den kompletten Zylinder samt Auslass- und Überströmkanälen nach oben – und verändert damit die Steuerzeiten. Die dickere Kopfdichtung verändert dagegen vor allem Restvolumen ohne die Kanalsteuerzeiten zu verschieben.
Am Ende heißt es zwar eh "Versuch macht kluch." Rein aus pragmatischen Gründen würde ich mal folgendes Versuchen:
Da ich die Erstatzdichtung hier schon liegen habe, kann ich die einfach mal sauber verbauen (Dichtflächen komplett gereinigt/ ohne Grat, Drehmomente sauber beachten und schrittweise über Kreuz anziehen (8Nm>15Nm>22Nm). Dann ggf. mal Quetschkante messen? (Habe ich noch nie gemacht. Welche Erkenntnisse könnte das zusätzlich liefern?)
Dann nach ersten Warmfahren nochmal Schrauben mit passendem Drehmoment nachziehen und beten, dass die neue Dichtung hält.
Parallel würde ich mir dann schonmal die dickere Athena Kopfdichtung besorgen und zur Not das ganze nochmal wiederholen. Es seie denn meine Überlegungen Kopfdichtung vs. Fußdichtung haben irgendwo einen Denkfehler drin, dann gern kurzen Hinweis.